Ale Mordasini qualifiziert die Schweiz für das Weltfinale Bocuse d’Or!

 

Der Schweizer Bocuse d’Or-Kandidat, Ale Mordasini, erzielte bei der kontinentalen, europäischen Selektion Bocuse d’Or den 8. Platz und qualifizierte sich somit für das Weltfinale, das nächsten Juni in Lyon stattfinden wird. 

Das Niveau war stratosphärisch! Doch Ale Mordasini liess sich davon nicht einschüchtern. Nach 5 Stunden und 35 Minuten qualifizierte sich der 29-Jährige am Freitag, 16. Oktober in Tallinn für das Weltfinale Bocuse d’Or. Er lieferte seine zwei Gerichte – beide zeugten von ausgezeichneter Arbeit – pünktlich ab, was ihm den achten Wettbewerbsplatz einbrachte. Dank diesem Resultat darf der junge Chef aus dem Aargau am Weltfinale teilnehmen, das wegen der Covid-19-Pandemie nicht wie gewohnt im Januar, sondern nächsten Juni in Lyon stattfinden wird. 

Ale Mordasini wird also 2021 die Farben der Schweiz vertreten. Zusammen mit seinem Commis Manuel Hofer und seinem Coach Rasmus Springbrunn wird er versuchen, sich gegen 23 andere Nationen zu behaupten, um sich einen Platz am Kochfirmament zu ergattern. 

Die Rangliste der Bestplatzierten beim Bocuse d’Or Europe:

Qualifiziert für das Finale in Lyon haben sich:

[one_half]1. Norwegen
2. Dänemark
3. Schweden
4. Island
5. Finnland[/one_half]
[one_half_last]6. Frankreich
7. Estland
8. Schweiz
9. Ungarn
10. Italie[/one_half_last]

Der Bocuse d’Or Europe, der eigentlich bereits im Mai stattfinden sollte, wurde wegen des Coronavirus erstmals auf September und schliesslich auf Oktober verschoben. Für das Schweizer Team bedeutete die mehrfache Terminverschiebung, noch mehr Motivation an den Tag zu legen. Trotzdem war sich die Schweiz und ihr Team stets einig, dass die kontinentale Ausscheidung stattfinden muss, anders als beispielsweise in Asien oder Amerika, wo der Kochwettbewerb nicht durchgeführt wurde. Warum diese Entschlossenheit? Die Teilnahme an einer kontinentalen Selektion ist für die Vorbereitung des Kandidaten äußerst wichtig. So kann er einen ersten Eindruck vom Bocuse d’Or gewinnen und sich direkt an den besten Kandidaten Europas, die regelmässig auch das Weltfinale dominieren, messen. Diese Ausscheidung und die gesammelten Erfahrungen beim Bocuse d’Or Europe ermöglichen dem Kandidaten sich besser vorzubereiten und sein Menü anzupassen.

Der Bocuse d’Or 2020 hatte für die Kandidaten einen leicht fahlen Beigeschmack. Das Publikum fehlte, denn pro Kandidat waren in Estland einzig 10 Begleitpersonen zugelassen, das Team mit eingeschlossen. Estland  handhabt sehr strikte Konditionen im Kampf gegen die Gesundheitskrise. Eine Situation, die für die Kandidaten sehr ungewohnt ist. 

Nachdem Ale Mordasini und sein Team das Fleischgericht serviert hatten, verliessen sie die Box befriedigt, zufrieden mit ihrer Leistung und der vollbrachten Arbeit. In der Tat hätte es wenig gebraucht, eine leicht andere Beurteilung einiger Jurymitgliedern, und die Rangliste wäre ganz anders ausgefallen. Dies zeigt das aussergewöhnlich hohe Wettbewerbsniveau beim Bocuse d’Or und auch bei den kontinentalen Selektionen. Ein vierter oder fünfter Platz in Tallinn wäre, dank der beachtenswerten Arbeit von Ale Mordasini in diesem Jahr, durchaus möglich gewesen! 

Das Menü von Ale Mordasini:

Wettbewerbsteller:

Estnischer Katzenfisch mit cremig-geräucherter Füllung
Buttersauce mit Estragon-Öl
Pickels aus estnischem Wels, Gurken und Sauerrahm
Hollandaise-Sauce mit Gewürzbutter
Blumenkohlröschen an einer Mayonnaise mit Estragon und Nussöl

Wettbewerbsplatte:

Mit Lavendelhonig glasierte estnische Wachtel und Apfelsauce
Estnische Wachtelschenkel und Leber
Schaumige Pilzsauce aus Maronenröhrlingen
Sellerie und Apfel geschmort
Goldiges Wachtelei mit seiner köstlichen Gewürzfüllung
Krustaden à la Lyonnaise gefüllt mit cremig-geräucherten Kartoffeln und Zwiebeln
Cremiger Sellerie und Estragonöl

Zur Erinnerung: Ale Mordasini hatte 5 Stunden und 35 Minuten Zeit, um folgende Gerichte zuzubereiten:

Ein Tellergericht bestehend aus Katzenfisch (Welszucht) und Garnituren.

Eine Platte mit estnischer Wachtel, die vollständig serviert werden musste, ein Wachtelei und Garnituren.

Team Switzerland (von Links zu Rechts): Mario Garcia, président, Ale Mordasini, candidat, Manuel Hofer, commis, et Rasmus Springbrunn, coach.